Was ist ein rekursives Akronym

Visa, Mastercard, American Express, Diners Club? Das sind doch alles Zahlkarten, oder? Welche Kreditkarten gibt es?

Oft stellt sich die Frage, welche Arten von Kreditkarten es gibt. Dabei ist nicht nur das Bezahlsystem entscheidend, sondern auch die Art und Weise der Kartenführung. Die Bezahlsysteme sind in der Regel Visa oder Mastercard. American Express bringt ganz eigene Kartenprodukte auf den Markt. Während Visa oder Mastercard keine eigenen Karten herausgegeben, wird dies von American Express schon getan. Fakt ist, dass die Bezeichnung „Kreditkarte“ bei Visa und Mastercard streng genommen nicht richtig ist.

Allerdings stellt sich nicht nur die Frage: Visa oder Mastercard? Sondern auch, ob es sich um eine Debit Card, eine Charge Card, eine Revolving Card oder eine Prepaid-Karte handelt. Denn auf allen vier der genannten Zahlungsarten kann Visa oder Mastercard drauf stehen. American Express finden wir in Deutschland nur als Charge Card vor.

Was ist eine Debit Card?

Im Aussehen unterscheiden sich die Karten nicht. Sie sehen alle aus wie eine Kreditkarte. Rechteckig, mit den Maßen: 8,56 cm lang und 5,398 cm breit. Die Debit Card funktioniert genauso, wie die Kreditkarte: Im Supermarkt stecken wir diese in den Schlitz des Automaten, ziehen sie durch den Magnetstreifenleser, oder halten sie an das Lesegerät für die kontaktlose Zahlung. Lediglich die Hochprägung fehlt und es steht irgendwo das Wort „Debit„. Der gezahlte Betrag wird innerhalb der nächsten Tage sofort vom Girokonto abgezogen. Es muss sich nicht unbedingt um ein Girokonto handeln, sondern es kann ein ganz normales Abrechnungskonto sein. Dabei ist es völlig egal, ob ihr im Geschäft bargeldlos bezahlt oder am Geldautomaten Bargeld bezieht.

Meistens wird die Debitkarte auch als Bankkarte bezeichnet. Letzen Endes ist die EC- Karte, heute auch als Girocard bezeichnet, so eine Debit Card. Die Visa Card der ING DiBa ist eine klassische Debitkarte. Eine Kreditfunktion gibt es bei den Debit Cards nicht, da es am Monatsende keine Abrechnung gibt. Ein möglicher Kreditrahmen bei der ING DiBa Visa Card ergibt sich nur indirekt als Dispositionskredit oder Rahmenkredit auf dem Girokonto der ING DiBa.

 

Die Nachteile dieser Debit Cards liegen darin, dass der Zahlbetrag auch wirklich auf dem Girokonto liegen muss. Das wird beim Bezahlen selbst überprüft, denn bei einer unzureichenden Deckung wird die Transaktion abgelehnt. Ein weiterer Nachteil ist, dass manche Autovermieter nur Kreditkarten akzeptieren. Da auf der Karte „Debit“ steht, kann es sein, dass die Mietwagenfirma schon deswegen die Karte ablehnt. Vorteil dieser Karten ist aber, dass es praktisch kein Verschuldungsrisiko gibt.

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Welche Kreditkarten gibt es neben der Debitkarte noch? Was ist eine Prepaid Karte?

Die Prepaidkarte ist die „Vorsichtige“ der Kreditkarten. Denn es handelt sich auch hier wieder nicht um eine Kreditkarte. Es ist eine Zahlkarte auf Guthabenbasis.

 

 

Die Prepaid Karte ladet ihr im Vorfeld mit einem bestimmten Betrag auf. Das Geld könnt ihr entweder auf das Kartenkonto überweisen, oder von einer anderen Kreditkarte einziehen lassen. Während sich Debitkarten auf ein bestimmtes Konto beziehen, welches ihr auch für Überweisungen und Einzahlungen verwenden könnt (Girokonto der ING DiBa), hat die Prepaidkarte ihr eigenes Konto, welches lediglich für die Kartenzahlung angelegt ist. Weil wir die Karte vorher aufladen, besteht auch hier die volle Kostenkontrolle und ein Verschuldungsrisiko ist ausgeschlossen. Sobald das Guthaben auf der Karte verbraucht ist, ladet ihr die Karte erneut auf.

Wer kann eine Prepaid Karte bekommen?

Eine Prepaidkarte kann jeder bekommen, der älter als zwölf Jahre alt ist. Eine SCHUFA Abfrage wird nicht durchgeführt, da eine Prepaidkarte keinen Kreditrahmen hat. Demzufolge spielt die Zahlungsfähigkeit, also die Bonität, keine Rolle. Diese Guthabenkarten werden wieder nicht von Visa oder Mastercard direkt herausgegeben, sondern von einer kontoführenden Bank, in Zusammenarbeit mit den beiden Zahlungsdienstleistern. Allerdings kann eine Prepaid Karte unabhängig von einem bestehenden Girokonto beantragt werden.

Welche Kreditkarten gibt es – Charge Card oder Revolving Card

Jetzt kommen wir zu den klassischen Kreditkarten. Von der Optik her, lassen sich die Kreditkarten nicht von der Prepaidkarte oder der Debit Card unterscheiden. Lange Zeit war ein typisches Erkennungsmerkmal der Kreditkarten eine Hochprägung, allerdings tritt das neuerdings in den Hintergrund. Selbst die Premium Kreditkarte, die American Express Platinum Card, ist neuerdings aus Metall und enthält keine Hochprägung mehr. Das Gleiche trifft auch auf die Revolut Kreditkarte aus Metall zu. Was eine Kreditkarte zur Kreditkarte macht, ist der Kreditrahmen. Und: auf den meisten Kreditkarten, die eine Kreditfunktion haben steht nun „Credit“ statt „Debit“.

Die Charge Card hat einen Kreditrahmen bis zum Monatsende

Alle Ausgaben die wir in einem Monat tätigen, werden gesammelt und durch eine Abrechnung am Monatsende vom Girokonto eingezogen. Wir haben also einen Monat lang Kredit.

Obwohl damit ein gewisses Verschuldungsrisiko eintreten kann, überwiegen auch die Vorteile. Gerade bei den Business Karten kann dies von Vorteil sein. Es kann nämlich schnell mal passieren, dass Zahlungen von Kunden noch ausstehen, weil sie erst am Ende des Monats überwiesen werden. Bis dahin müssen evtl. noch ein paar Tage des endlos erscheinenden Monats überbrückt werden.

Ein weiterer Vorteil ist das Anmieten eines Fahrzeugs. Denn bei jeder Miete wird eine Kaution fällig, die bei einer echten Kreditkarte nur geblockt wird. Solange kein Schaden am Mietfahrzeug entsteht, wird die geblockte Summe am Ende der Miete wieder freigegeben. Eine Belastung des liquiden Girokontos erfolgt hierbei nicht

 

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Weil eine Kreditkartenabrechnung am Ende des Monats erstellt wird, kann man sagen, dass wir einen befristeten Kreditrahmen für einen Monat haben. Barclaycard oder auch die gebührenfreie Mastercard Gold haben einen Kreditrahmen von bis zu sieben Wochen. Das hängt damit zusammen, dass nach der Kartenabrechnung noch ein bisschen Zeit ist, bis der Betrag ausgeglichen werden muss. Tätigen wir eine Ausgabe am zweiten des Monats, ist die Zahlung erst Mitte des Folgemonats notwendig. Somit ergibt sich das Zahlungsziel von bis zu sieben Wochen.

Die Revolving Kart ist auch eine Kreditkarte

Für all diejenigen, die keine große Rechnung am Monatsende auf einen Schlag bezahlen wollen, eignen sich sogenannte Revolving Karten. Das sind die Kreditkarten, die mit einer Ratenzahlung angeboten werden. Dadurch wird der monatliche Betrag auf eine bestimmte Rate festgesetzt. Kauft Ihr beispielsweise einen Fernseher für 300 Euro, könnt ihr diesen in drei Monatsraten zu je 100 Euro bezahlen. Somit habt ihr eine Mischung aus Ratenkredit, Dispo und Kreditkarte. In der Regel sind aber die Gebühren für die Karten etwas höher. Also deutlich höher! Wer die Teilzahlung nicht nutzt, erhält dafür aber gute und kostenlose Kreditkarten. Damit könnt Ihr viel Geld sparen!

Solche Revolving Karten sind meist die kostenlosen Kreditkarten. Eine Teilzahlung bieten die gebührenfreie Mastercard Gold, die Santander 1 plus Visa und alle Kreditkarten von Barclaycard. Auch die TF MasterCard Gold ist kostenlos und die Visa der Hanseatic Bank. Die Hanseatic Bank gibt zwei Klasse Kreditkartenprodukte heraus: die Deutschland-Kreditkarte und die GenialCard.

 

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Die kostenlose DKB Visacard ist keine Revolving Karte, da hier eine Abrechnung am Monatsende erstellt wird. Auch die bekannten Karten wie die Miles und More Kreditkarte und die Hilton Visa Card sind keine Revolving Karten. Allerdings ist es möglich, einen Antrag auf Ratenzahlung zu stellen. Wird dieser durch die DKB positiv entschieden, könnt ihr die Kreditkartenrechnung der Miles and More Mastercard auf Raten bezahlen.

Welche Kreditkarten gibt es noch?

Auf dem deutschen Markt ist noch American Express vertreten. American Express stellt allerdings weder eine Debitkarte noch eine Prepaidkarte aus. Alle Kreditkarten von American Express sind Charge Cards. Am Monatsende gibt es eine Kreditkartenabrechnung, die dann von dem genannten Referenzkonto eingezogen wird. Zu den Kreditkarten von American Express zählen auch die BMW American Express Karte, die American Express Payback-Karte, die Amex Gold Card und die beliebte American Express Platinum Card. Auch die kostenlose Amex Blue Card ist eine Charge Card. Revolving Karten werden von American Express nicht angeboten.

American Express unterscheidet sich in einem Punkt deutlich von Visa und Mastercard: Während die beiden zuletzt genannten nur die Infrastruktur für die Zahlung bereitstellen und das eigentliche Produkt durch eine Bank herausgegeben wird, ist Amex eine eigene Bank. Hier gilt wortwörtlich: Nur wo Amex drauf steht, ist auch Amex drin!

Und was ist mit JBC und Diners Club?

Welche Kreditkarten gibt es in anderen Ländern? Die JCB Kreditkarte ist eine Karte japanischen Ursprungs, und kann in Deutschland nicht beantragt werden. Für die österreichischen Kunden geht das schon. Auch die Diners Club Karte, in der USA auch Discovery Card genannt, ist in Deutschland eher unüblich. Die Akzeptanz beider Karten ist natürlich auch bei uns gegeben, aber mit dem Kartenantrag sieht es eher mau aus.

Hier die passende Kreditkarte finden

 

Welche Kreditkarten gibt es – Visa, Mastercard, Debit oder Credit?
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