Geisterhotels durch Corona

So wie viele Menschen auf der Welt, beobachten wir von Auf Reisen Sparen mit Sorge die Geisterhotels und haben uns überlegt, wie und ob wir aktuelle und interessante Deals posten. Eine Frage, die sich nur schwer beantworten lässt, aber wir werden in dem Punkt Zurückhaltung üben.

Geisterhotels und sterile Bedingungen

Seit dem ersten Lockdown im März, waren Hotels und Flughäfen verhältnismäßig leer, wenn nicht sogar geschlossen. Wir selbst haben einige Flüge in der Warteschleife, die entweder durch die Airlines storniert wurden, oder die wir selbst verschoben haben. Der Grund dafür ist das Chaos und wirre Rumtesten der Bundesregierung. Auch die unübersichtlichen Maßnahmen der anderen Länder sind für den enormen Schaden an einem riesigen Wirtschaftszweig verantwortlich. Verreisen ist nur schwer möglich, die Tourismusbranche ist schwer getroffen und hat einige Unternehmensschließungen zu verzeichnen. Insbesondere die Kettenhotels werden als Franchiseunternehmen geführt. Davon gab es einige Hotels, die nicht nur für den Lockdown die Tore geschlossen haben, sondern dauerhaft.

Desinfektionsmittelspender
Desinfektionsmittelspender am Eingang des leeren Frühstücksraumes

Ausgerechnet die Hotels mit angeschlossenen Restaurants. Das sind die Orte, wo an Keime nicht zu denken ist, denn die Hygienekonzepte sind durchdacht und wirkungsvoll.

Für die Geisterhotels des ersten Lockdown gab es mehr Verständnis

Für den ersten Lockdown, welcher die Wirtschaft brutal gebremst hat, herrschte wesentlich mehr Verständnis. Auch wenn durch diese krasse Maßnahme der Bundesrepublik ein enormer Schaden entstanden ist, wurden schon damals kritischen Stimmen laut. Ein neuartiges Virus, welches noch niemand so recht kannte, sorge für Horror- und Panikbilder in den Medien. Es wurden Menschen in Vollschutzanzügen gezeigt, die a la Hollywood an den Film „Outbreak“ erinnerten. Diese Menschen in Vollmontur, trugen stapelweise Särge umher. Ob es diese vielen Särge wirklich gab und wenn ja, ob tatsächlich nur das SARS-CoV-2 Virus dafür verantwortlich war, kann jeder selbst einmal recherchieren. Dabei sei der Nebensatz: „Bitte auf die Formulierung: Im Zusammenhang mit dem neuartigen…“ hingewiesen.

Auf Grund dieser Bilder und der Tatsache, dass wir im Vergleich zu heute wenig wussten, wurde der Lockdown durch viele Menschen mindestens toleriert.

Unser Wissen über Corona heute

Heute wissen wir, dass der Virus nur bei einem Bruchteil der Infizierten einen wirklichen Schaden anrichtet, der PCR-Test viel mehr Infizierte meldet als es der Fall ist und dass es reicht, mit einem kleinen Schlabberlappen das Gesicht zu verhüllen. Wozu dann Füße und Bauch in Outbreakuniform einhüllen? Der große Gesundheitsexperte der SPD (der mit der Fliege) sprach schon im Sommer von bekannten Langzeitfolgen, die er beobachten konnte. Interessante Aussage, denn eine Langzeitfolge lässt sich eigentlich erst nach einer langen Zeit beobachten. Deswegen heißt es ja Langzeitfolge!

Schon im März gab es renommierte Wissenschaftler, Epidemiologen und Virologen, welche die Gefährlichkeit des SARS-CoV-2 in Frage stellten. Dabei gab es niemanden, der die enorme Verbreitung anzweifelte oder gar die große Gefahr für Risikopatienten. Allerdings wurde der Weltuntergang á la Nostradamus stark in Frage gestellt, denn ein wirklich großer Teil der Bevölkerung, welcher durch den PCR-Test positiv getestet in Quarantäne geschickt wurde, hatte keinerlei Krankheitssymptome. Lediglich die depressive Verstimmung war zu spüren, denn die mehrtägige Quarantäne hinterlässt Spuren. Zu erwähnen ist insbesondere die Existenzangst. Wie gesagt: Gastronomie, Hotels und Airlines mussten schließen. Maske tragen, Abstand halten und regelmäßige Hygiene – das reicht aber schon!

Tolle Hygienekonzepte in Restaurants und Hotels

Für die Krankenhäuser sind Hygienemaßnahmen nicht neu. Dort putzt man, trägt ggf. Handschuhe und Mundschutz. In den Hotels und Restaurants reagierte man ebenfalls mit durchdachten und wirkungsvollen Hygienekonzepten. Plexiglasscheiben an der Rezeption, Maskenpflicht fürs Personal und die Besucher. Klar, auf dem Zimmer und am Tisch braucht es dann keine Maske.

Frühstücksraum Mercure Düsseldorf - eines der betroffenen Geisterhotels
Der Frühstückssaal – ehemaliger Ort der Kommunikation

Überall finden sich Desinfektionsmittelspender. Der Virus kann nicht durch Plastik und hat auch keinen Schutzschild wie die USS Enterpreis. Desinfektionsmittel killt dieser Dinge, genau wie Seife! Basta!

Ein wenig Ironie ist ja schon dabei: Als Statuskunde, bekommen wir mit der goldenen Karte im Mercure ein besonderes Präsent überreicht: Ein nettes Set aus Maske und Desinfektionsmittel. „Exklusiv für unsere Statuskunden.

Masken und Desinfektionsmittel im Geisterhotel
Masken und Desinfektionsmittel – exklusiv für Statuskunden

Eine Freude bringt das Zeug ja nicht, aber eine Maske können wir immer gebrauchen, immer und fast überall! Wäre was für den Weihnachtsbaum! Bald bekommen wir als besonderes Geschenk eine Rolle Klopapier und ein Paket Nudeln!

Das Mercure in Düsseldorf ist bereits am 31. Oktober, also vor der deutschlandweiten Zwangsschließung ein Geisterhotel.

Immerhin haben wir Halloween! Bestimmt spannend im Hotel Schloß Lieser, aber das muss auch schließen!

Immerhin reagierten die ersten Gastwirte in Berlin und gaben Merkel und Co. Hausverbot. Juckt die holde Obrigkeit, welche an den Parlamenten vorbei, tief einschneidende Bestimmungen in Kraft setzt, leider nicht. Denn sie haben eh beschlossen: Restaurants machen zu. Hotels auch! Punkt!

Sozialen Medien statt Geisterhotels – der Teufel wird zum Erlöser

Trotz der Tatsache, dass nun sogar schon in den großen Leitmedien kommuniziert wird, dass weder die Gastronomie, noch die Hotels schuld an den steigenden Fallzahlen sind, tobt der Wahnsinn weiter. Obwohl tolle Maßnahmen getroffen und viel Geld in die Aufrüstung der Einrichtungen geflossen ist, sollen wieder die Geisterhotels entstehen. Leere Räume, die für touristische Zwecke komplett geschlossen sind. Lediglich Geschäftsreisen bleiben erlaubt. Das soll die Hotels vor der Pleite retten? Wo sollen die Geschäftsreisenden denn Essen und Trinken? Wer in den Geisterhotels übernachtet, sollte in die Geisterrestaurants gehen!

Gerade jetzt, wo ein Großteil der Reisen überflüssig wird, weil die Konferenz über den eckigen Bildschirm geführt wird. Die sozialen Medien, welche noch im letzten Jahr wegen dem hohen Risiko zur Vereinsamung stark kritisiert wurde, sind nun die Heilsbringer der Nation. Der Teufel, verkörpert durch die Phänomene wie FOMO und die soziale Isolation durch die virtuelle Welt, werden nun zum Erlöser der großen Krise.

Was hat denn ein Gastwirt von Zoom, Skype und Co? „Ein virtuelles Helles bitte, ich zahle mit virtuellen Coins!“ Haha!

Nun warten wir mal ab, ob es bald das Coronavirus für Zoom und Skype gibt. Dann wird man sich hoffentlich an die Plexiglasplatte an der Rezeption erinnern und dass die Desinfektionsmittelspender an den Eingängen der Hotels und Restaurants gar nicht so eine schlechte Idee waren.

Welche Deals sollen wir dem Leser bieten?

Auf Grund der Tatsache, dass die Zahl der positiv getesteten Menschen, natürlich mit dem Drosten’schen PCR-Test, rasant steigt, hat sich die Bundesregierung im Alleingang (ohne Parlamente) dazu entschlossen, Gastronomen, Hoteliers und Airlines in den Ruhestand zu schicken. Natürlich nur begrenzt auf einen Monat. Aber selbst nach dem Lockdown wird es finanziell eng. Wo soll das hinführen?

Irgendwann muss eine Kurzarbeit enden, dann werden die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellen. Das ist Irre, denn wir wissen, dass weder die Gastronomie noch die Hotels für die zahlreichen positiven Testungen verantwortlich sind. Von stark frequentierten Businesshotels zu Geisterhotels mutiert: Leer und steril! Traurig und bedrückend!

Rezeption in Geisterhotels
Vom Businesshotel zum Geisterhotel

Wir von Auf Reisen Sparen können zwar spannende Deals veröffentlichen, wissen aber gleichzeitig, dass es nur wenige nutzen können. Entweder werden die Hotelaufenthalte storniert oder die Flüge annulliert. Die Zielländer lassen uns nicht rein, als Rückkehrer müssen wir in Quarantäne. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob wir aus dem Risikogebiet Berlin oder Lissabon zurückkehren. Denn wir wohnen ja auch in einem Risikogebiet.

Liebe Regierung: Blöd dass wir trotzdem gesund sind, oder?

Wir werden uns mit tollen Reiseangeboten zurückhalten, aber weiterhin über andere interessante Themen berichten.

Eigentlich sollte sich ein Reiseblog mit der schönsten Zeit des Jahres beschäftigten. Ärger und Frust haben dort nichts verloren. Aber nun ist es an der Zeit, auch mal Dampf abzulassen! Das wird jetzt wohl öfter passieren!

Das Personal in den Hotels und in der Gastronomie, auch am Flughafen, sind trotz Krise nie ohne Lächeln im Gesicht. Super freundlich, liebenswert und hilfsbereit erledigen Sie Ihren Job. Groteske Sache: Pleitewelle mit einem Lächeln im Gesicht!

Auch wenn es Gäste gibt, die sich über die Zustände beschweren und das Personal beschimpfen. Das ist allerdings die falsche Zielgruppe! Die Verursacher dieses Irrsinns sitzen in Berlin!

Geisterhotels und Corona – keine Deals mehr möglich
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