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Gran Canaria – ein Miniaturkontinent auf den Kanarischen Inseln

Gran Canaria wilde Felsen

Die Kanareninsel Gran Canaria ist zwar auf die Fläche bezogen nur die drittgrößte Insel, allerdings mit einer landschaftlichen Vielfalt die sich gewaschen hat.

Gran Canaria ist eine Insel des Kanarischen Archipels und liegt 210 Kilometer westlich vor der Küste Südmarokkos im Atlantischen Ozean. Die Insel, die auch als Miniaturkontinent bezeichnet wird, ragt in direkter Nachbarschaft zwischen ihren größeren Nachbarinseln Teneriffa im Westen und Fuerteventura im Osten aus dem Wasser. Geographisch gehört die sie zu Afrika, politisch zu Spanien.

Im Norden der Insel liegt auch die Hauptstadt Las Palmas. Dort landet übrigens auch der Flieger. Also der internationale Flughafen von Las Palmas liegt eigentlich gar nicht in Las Palmas, sondern 18 km südlich, zwischen Telde und Ingenio.

Zwischen Großstadttrubel und chilliger Ruhe

Las Palmas ist nicht nur die größte Stadt Gran Canarias, sondern gleich die größte der Städte aller Kanarischen Inseln. Direkt im Norden, also dort wo die Hauptstadt endet, schließt sich ein schöner Strand an. Der Playa de las Canteras.

Eine größere Stadt strahlt immer Lebendigkeit aus. Dort steppt der Bär, es ist was los und gerade die Partyjugend kommt auf Ihre Kosten.

 

Siesta auf den Kanaren
Siesta zum Mittag – Ruhe in der Sonne

Wer es etwas ruhiger und gelassener mag, der sollte sich ins Zentrum der Insel begeben. Im Landesinneren wird es etwas ruhiger und auch chilliger.

Abwechslungsreiche Landschaft  – eben ein Miniaturkontinent

Ein beliebtes und bekanntes Reiseziel auf Gran Canaria ist der „heilige Berg“, der Roque Nublo, der sich 1813 Meter in die Höhe emporhebt.

Der Naturpark bietet eine üppige Vegetation. Das denkt man gar nicht, wenn man sich die karge Wüstenlandschaft im Süden anschaut. In Maspalomas findet Ihr eine große Fläche purer Sanddünen. Da ist also nichts mit Vegetation. Allerdings enden die Sanddünen direkt am Meer. Für Abkühlung ist also gesorgt. Wegen dem ganzjährigen Sonnenschein, ist es das gesamte Jahr über warm, denn die Anzahl der Sonnenstunden pro Jahr sind auf Gran Canaria sehr hoch.

 

Grüne Insel zum Jahresende
Auch zum Jahresende ist die Insel grün

Auf Grund der Maße ergibt sich eine Fläche von ca. 1560 km². Flächenmäßig liegt Gran Canaria demnach auf Platz drei, hinter Teneriffa und Fuerteventura. Bezogen auf die Bevölkerung liegt Gran Canaria aber gleich hinter Teneriffa.

Die Vulkaninsel, hat auf der kleinen Fläche viele Erhebungen zu bieten. Teilweise mit schroffen Felswänden. Manchmal bestückt mit Kakteen, ab und an schaut auch mal eine Palme zwischen den Felsen durch. Aber zwei Berge sind für die Insel Charakteristisch: Der Roque Nublo ist mit einer Höhe von 1813 m das Wahrzeichen der Insel. Allerdings ist der Roque Nublo nicht der höchste Berg Gran Canarias. Die höchste Erhebung ist der Morro de la Agujereada. Er schafft es auf 1956m.

Klima in Gran Canaria

Wie auf allen Kanarischen Insel ist es das gesamte Jahr über angenehm warm. Witzig ist die Weihnachtsdeko zwischen Kakteen und Palmen. Auch im Winter klettert das Thermometer locker auf über 20 °C. Ausnahmen mag es vielleicht geben, aber in Miami gab es auch schon ein einziges Mal Schnee. Im Bergland wird es dann kühler. Je nachdem, wie weit Ihr hinauf wandert oder mit dem Auto die schmalen Serpentinen hinauffahrt, desto kühler wird es. Tagsüber, hat kühl aber noch lange nicht die Bedeutung von unserem „kalt“.

 

Dezember auf Gran Canaria
So sieht auf Gran Canaria der Dezember aus

Die Temperaturunterschiede zwischen oben und unten sind soweit klar, das ist aber überall auf der Welt so. Selbst im sonnigen Arizona gibt es hervorragende Skigebiete in den Höhenlagen. Die Stadt Flagstaff ist so ein Beispiel.

Allerdings gibt es durch die Berge des Inselinneren eine klare Trennung zwischen Norden und Süden der Kanareninsel.

Weil Gran Canaria im Einflussbereich der Passatwinde liegt, ist der Norden feuchter und damit auch grüner, als der karge Süden. Das liegt daran, dass die Winde an den Bergen aufsteigen müssen und dann abregnen. Die Niederschlagsmenge ist daher im Norden wesentlich höher, als im Süden. Aus diesem Grund, ist der Norden auch wesentlich grüner.

 

Gran Canaria - Der Norden der Insel ist mächtig grün
Der Norden der Insel ist mächtig grün

Der Süden ist aber nicht nur deswegen trocken, weil der meiste Regen im Norden runterkommt. Auch die warmen, trockenen Luftmassen aus der Sahara tragen entscheidend zur Trockenheit bei. So können im Süden der Insel extrem hohe Temperaturen entstehen. Bis auf 50°C wurde schon registriert. Dieses Wetterphänomen der extremen Temperaturanstiege wird auch als Calima bezeichnet.

Häfen und Anbindung an die anderen Kanarischen Inseln

Die bedeutenden Häfen für die Anbindung liegen im Norden der Insel. Klar, dass Puerto de la Luz der größte und wichtigste Hafen Gran Canarias ist. Er befindet sich bei der Hauptstadt Las Palmas, also dort wo auch die meisten Menschen leben. Er ist wichtig für die gesamte Infrastruktur der Insel. Der Puerto de las Nieves liegt an einem Fischerort und ist in der Nähe des malerischen Agaete zu finden. Klar, dass Ihr von dort aus mit der Fähre nach Teneriffa fahren könnt. Ihr seht die Nachbarinsel ja auch vom Norden Gran Canarias.

 

Blick auf Teneriffa
Vom Norden der Insel könnt Ihr Teneriffa sehen

Der Fährhafen von Las Palmas, Puerto de la Luz gibt Euch die Möglichkeit noch einige weitere Inseln mit der Fähre anzusteuern: Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma und El Hierro. Auch nach Portugal könnt Ihr düsen. Auf die Blumeninsel im Atlantik. Direkt nach Madeira! Übrigens: Die Fahrt mit der Fähre von Insel zu Insel wird auch Inselhopping genannt. Geht auch mit dem Flugzeug, aber Fähre hat Stil!

Straßennetz auf Gran Canaria

Gran Canaria ist keine Steinzeitinsel. Schnelles Internet und ein dichtes Straßennetz sind selbstverständlich. Die Schnellstraßen (Autopista und Autovia) sind wie folgt beschriftet: GC-1, GC-2 und GC-3. Und wofür steht auf „Gran“ „Canaria“ das GC? Die ersten beiden umrunden fast die Insel, die GC-3 ist eine Umgehungsschnellstraße bei Las Palmas. Das Landesinnere ist natürlich auch von einem Straßennetz durchzogen, allerdings geht es dort nicht mehr schnell zu. Kennt Ihr schon den Unterschied zwischen einer Autopista und einer Autovia?

Urlaub auf den Kanarischen Inseln ist spannend…

Denn die Vulkaninseln sind wie kleine Minikontinente. Zerklüftete Felsen, heiße Wüsten und eine bunte Pflanzenwelt. Baden im Winter? Auf den Kanarischen Inseln funktioniert das.



Gran Canaria ist annähernd kreisförmig, mit einem durchschnittlichen Durchmesser von ca. 50 km. Theoretisch müsstet Ihr von einem zum anderen Ende in kurzer Zeit kommen.

Denkt Euch das nur nicht, denn die Schnellstraßen Gran Canarias gehen fast durchgängig nahe der Küste entlang. Von daher verlängert sich der Weg der großen Straßen. Also, dann fahren wir eben einmal quer durch. Prinzipiell funktioniert das auch, wie solltet Ihr sonst das erstaunliche Landesinnere besuchen können. Allerdings sehen die Straßen, quer durch die Insel meist so aus:

 

Enge Kurven und schmale Straßen auf Gran Canaria
Enge Kurven und schmale Straßen auf Gran Canaria

Ihr könnt Euch vorstellen, was aus den 50 km Durchmesser geworden ist und wie lange Ihr brauchen würdet 🙂

Das Auto ist eines der wichtigsten Verkehrsmittel auf der Insel. Es gibt zwar Busse, aber eine Bahn sucht man vergebens. Es soll aber eine kommen. Immerhin: Eine Straßenbahn gab es in Las Palmas mal.

Tourismus auf Gran Canaria

Der Tourismus ist eines der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Insel. Die Kanaren sind ein beliebtes Winterreiseziel für die Nord- und Mitteleuropäer. Klar, die Sonne mit Temperaturen von mehr als 20 °C sucht man bei uns vergebens. Die skandinavische Fluggesellschaft Scandinavian Airlines fliegt von Norwegen (Oslo) aus Gran Canaria direkt an. Logisch, dass auch die Scandinavier auf der Insel zu finden sind. Dazu gesellen sich Besucher aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien und Irland.

Sehenswertes auf Gran Canaria

Wie bereits erwähnt, ist Gran Canaria eine kleine Insel. Allerdings bietet diese Insel, im Atlantischen Ozean super viel zu sehen. Starten wir im Nordwesten.

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